Notebook Reparatur für Fortgeschrittene
Donnerstag, 28. Mai 2009Vorweg: Kids, don’t try this at home.
Vor einer Weile bin ich günstig an ein Notebook gekommen (IBM ThinkPad T40). Das hatte natürlich einen Grund: Der GrafikChip auf dem Notebook-Mainbaord hat einen Wackelkontakt. Hatte ich das Gerät eingeschaltet, dann wurde nach einiger Zeit – immer wenn sich das Mainboard durch den Betrieb etwas erwärmt hatte – das Bild grisselig. Im Netz der Netze fand ich auch schnell Leidensgenossen, das Problem ist unter dem Begriff „Flexing“ bekannt.
Was kann man da tun? Es gibt einige Firmen, die sich auf die Flexing-Reparatur spezialisiert haben, das kostet dann allerdings auch entsprechend.
Ich hatte eigentlich schon resigniert und wollte das Gerät weiterverkaufen, als ich noch von einer anderen (zugegeben etwas unorthodoxen) Lösung las. Es wurde auf ein YouTube Video verwiesen, was ich mehrfach studierte.
Das Problem ist eigentlich nur, dass die Einlötung des GrafikChips sich mit der Zeit löst, man diesen also nur wieder „festlöten“ muss. Dazu kann man, wie im Video zu sehen, auch einen Heißluftfön verwende.
Da ich für das Notebook nicht sonderlich viel bezahlt hatte, und im Falle eines Fehlschlags sich die Einzelteile auch einzeln verkaufen lassen würden, war ich angetan von der Idee und besorgte mir gleich Tags drauf einen eben solchen Heißluftfön.
Ich habe alle Plastikteile auf dem Board mit Alufolie eingepackt, die Zeiten streng eingehalten, ein Backbleck drunter und Schraubenschlüssel zur Beschwerung der Alufolie drauf gelegt und mein Board gefönt. Nach einer ganzen Zeit riecht es dann übrigens leicht nach Lötzinn, allerdings auch nach zu warm gewordenem Plastik …
Danach dann musste ich 30 Minuten warten, unwissend, ob mein Tun von Erfolg oder Misserfolg gekröhnt sein würde. Schließlich ging es ans Zusammenbauen, wobei ich auch noch feststellte, dass mir ausversehen der SecurityChip abgefallen war. Laut IBM (jetzt Lenovo) soll man den unbedingt sofort wieder dranstöpseln, falls der mal abgeht. Hm, da wurds mir dann mulmig.
Für den Zusammenbau brauchte ich dann übrigens die Anleitung (Hardware Maintenance Manual [PDF]), das Zerlegen ging noch mühelos ohne. Einge gute Stunde später war dann alles wieder zusammengefügt – ganz ohne die sonst übliche „eine Schraube über“. Also der spannende Moment:
Tada!!! Es geht noch. Und besser noch: das grisselige Bild ist auch verschwunden. Seit zwei Tagen jetzt schon alles im grünen Bereich. *Freu*
AGFEO Nonexistent CUG (Gassenbesetzt)
Montag, 18. Mai 2009Mit dieser Fehlermeldung durfte ich mich am Wochenende auseinandersetzen. Das Konfigurationsprogramm TKSet konnte keine Verbindung zur ISDN-Telefonanlage aufbauen, es kam stets die Fehlermeldung „Nonexistent CUG (Gassenbesetzt)“.
Die so einfache wie auch wirkungsvolle Lösung bestand darin, einfach die Stromversorgung zur Anlage für 10 Sekunden zu kappen, danach gelang auch die Verbindung wieder.
warum ich (noch) nicht kaufe (III)
Sonntag, 10. Mai 2009Synology Disk Station DS-409slim
Vorteile: Schon seit ersten Ankündigungen warte ich auf Erscheinen dieses Produkts. Ein kompaktes NAS zum Einbau von 2,5″-Festplatten. Sparsam im Verbrauch, (hoffentlich) richtig fix, was das Ausliefern von Daten angeht.
Nachteile: Spärliche Verfügbarkeit, so richtig lieferbar ist das Gerät noch nicht, bzw. sind mir die Preise noch viel zu hoch. Apothekerpreise und homöopathische Dosen wirken nicht wirklich verlockend auf mich als kaufinteressierten potentiellen Kunden. Außerdem gibt es bisher noch keine Benchmark-Ergebnisse.
Was tun: Abwarten, bis es mal einen Vergleichstest gibt. Bisherige Geräte für Endkunden litten ja entweder unter desolater Performance, verbrauchten zu viel Strom oder waren schlichtweg viel zu teuer. Mal sehen, ob dieser Kandidat ein besseres Werk vollbringt. Anschaffung hier wird erstmal vertagt …
warum ich (noch) nicht kaufe (II)
Samstag, 9. Mai 2009Ati Radeon HD 4770
Vorteile: Günstige Grafikkarte mit richtig „Wums“ für deutlich unter 100EU.
Nachteile aus meiner Sicht: Es gibt sie bisher nur mit 512MB Grafikspeicher, mir wären 1GB hier lieber (ob solche Version nachgeliefert werden ist mir zum derzeitigen Zeitpunkt noch unklar). Die Karte braucht im Gegensatz zum Vorgänger HD 4670 einen eigenen Stromanschluss und verbrät entsprechent mehr Leistung direkt in Wärme, die dann auch wieder irgendwie abgeführt werden muss. Um eine voluminöse Kühlung (inkl. Blokade des benachbarten Slots) kommen die Hersteller nicht herum und greifen dabei leider durch die Bank weg nicht auf Atis Referenz-Kühler zurück, der wohl ersten Tests zufolge angenehm leise daher kam, sondern entwerfen eigene Lösungen.
Was tun: Abwarten, bis es mal einen Vergleichstest der unterschiedlichen Hersteller gibt. Insbesondere die resultierende Lautstärke wäre da für mich von Interesse. Die Preise sind in Bewegung, könnte also durchaus in naher Zukunft mal was werden …
warum ich (noch) nicht kaufe
Freitag, 8. Mai 2009Es gibt tolle Produkte (=Spielzeug), die ich mir eigentlich gerne kaufen würde, die aber alle noch mit einem „Aber“ versehen sind.
Acer Aspire Revo
Vorteile: Ein kleiner „fluffiger“ Computer für den Schreibtisch, ideal als Zweitrechner, aber auch noch genug (Grafik-)Power, um mal ein (älteres) Spiel zu wagen. Nicht zu groß, verschwindet hinter einem TFT, halbwegs geringer Stromverbrauch durch sparsamen Intel Atom gepaart mit kraftvollem NVidia (Grafik-)Chipsatz, Windows Vista Lizenz enthalten, Festplatte und Speicher ausreichend und überhaupt, für 300EU eigentlich eine feine Sache (Bilder u.a. bei Spiegel Online).
Nachteile aus meiner Sicht: Es ist nur die Single-Core Variante des Atom verbaut, Dual-Core wär mir lieber (soll wohl noch kommen). Wobei, warum eigentlich nicht gleich ein vollwertiger Intel Core (2) Duo? Dazu vielleicht noch ein eingebautes optisches Laufwerk (evtl. gleich BluRay …) und schon bin ich von den 300EU ziemlich weit entfernt und eigentlich schon eher hier angekommen (ab 599EU).
Außerdem: Es gibt ihn in UK noch etwas günstiger …
Was tun: Abwarten, was die Konkurenz noch so bringt. Wobei, ab Herbst soll ja Atom2 kommen, aber so lange will ich eigentlich nicht warten …
Lob auf den Support
Donnerstag, 5. Juni 2008Da stand ich nun also mit meiner sonderbaren Onboard-Netzwerkkarte, vielmehr, einer Netzwerkkarte mit sonderbarer MAC-Adresse, Auf zu HP, dem Hersteller, ihm das Ganze mal schildern.
Im Support-Forum kam letzlich auch nur heraus, dass ich mich direkt an den HP-Support wenden soll, damit die sich um das Problem kümmern. Selber ändern kann man die MAC-Adresse offiziell nicht.
Um den Support zu kontaktieren braucht man aber die Modell- und Seriennummer des Computers. Nur, was würde der Support sagen? Ich hatte das Board ja nur geschenkt bekommen, keine Rechnung, kein original HP-Computer in die Runde.
Zum Glück war die Seriennummer im BIOS hinterlegt. Die Modellnummer ließ sich im Internet auffinden. Also auf zum Support.
Immer, wenn ich mal an meinem Computer sitze, ist bereits Feierabend, den deutschen HP-Support erreiche ich demzufolge eher schlecht. Des Englischen allerdings einigermaßen mächtig, wandte ich mich an den US-Support, die sind immerhin abends um zehn noch erreichbar.
Der Support bei HP ist als Chat gelöst. Eine spannende Sache. Es funktioniert im Browser und man textet direkt mit einem kompetenten Gegenüber. Der (hieß er John?) teilte mir mit, auf den Rechner sei auf jeden Fall noch Garantie, ich könne mich auch an den Premium-Support wenden, er würde sich aber auch meines Problems annehmen können.
Also schilderte ich ihm erstmal von der MAC-Adresse meines Mainboards, welche aus unerklärlichen Gründen 00:00:00:00:00:00 lautete. Ich fragte ihn, ob man das ändern kann. Das geht nicht, allerdings wäre das wohl dann ein Defekt, er könnte mir unmittelbar einen Techniker vorbeischicken. Dies war dann der Punkt, an dem ich leider nicht in der USA wohnte. Ich bedankte mich artig und konnte es gar nicht erwartet, am nächsten Tag den deutschen Support zu kontaktieren.
Dem hab ich dann nochmal alles geschildert, wir kamen zu dem gleichen Schluss und am nächsten Werktag (leider war noch ein Wochenende zwischen dem Freitag des Support-Kontakts und dem Montag als nächsten Werktag) kam der Techniker, nahm das alte Mainboard in Empfang, gab mir ein neues und gut. Keine Unterschrift, keine Rechnung vorzeigen. Und das das Mainboard schon ausgebaut war und er den Rechner gar nicht zu Gesicht bekommen hat, störte ihn auch nicht.
Das neue Mainboard also eingebaut, alles wieder ungestöpselt und … tada! … eine vernünftige MAC-Adresse.
Übrigens, wer sich immer schon, wie ich auch, gefragt hat, aus welchem Bereich die MAC-Adresse für einen BroadCom-Chip auf dem Board eines HP-Rechners ist, dem sei gesagt, sie ist aus dem Bereich des Boardherstellers MSI.
Und noch ein „Übrigens“, jetzt geht die Festplatte auch am ersten SATA-Anschluss.

Verfasst von Peter 


Verfasst von Peter
Verfasst von Peter