Samstag, 17. März 2007 (Tag 2)

Noch Freitag Abend, 16. März 2007 (Tag 1)
Es kamen dann doch noch Partygäste (gegen 21:00h), bin aber um 22:00h zu Bett gegangen. Keine Probleme, gegen den Radau draußen anzuschlafen, gegen 02:00h kurz wach gewesen, ansonsten geschlafen wie ein Stein, das zu Bett gehen der anderen nicht mitbekommen. Party soll wohl noch bis gegen 02:30h gegangen sein.
Samstag, 17. März 2007 (Tag 2)
Kurz nach sieben das erste Mal aufgewacht, gegen halb acht, acht dann zusammen mit den Mädels aufgestanden. Wir waren erst etwas unmotiviert, weil wir befürchteten, als Erstaufsteher das Los der Aufräumer zu ziehen. So kam’s dann zwar auch, aber das war dann auch okay. Also kurzes Aufräumen (Sachen in Küche Richtung Abwasch schaffen, Plastikflaschen gen Müllbeutel (die übrigens alle zwei Wochen Samstags abgeholt werden) und auf denen kein Pfand ist (im ersten Moment etwas ungewohnt, die einfach wegzutonnen)), Duschen (endlich, hätte ich ja eigentlich auch gestern schon machen können, aber ich hatte irgendwie so gar keine Lust zu gar nichts) und Frühstücken mit Cornflakes und Brötchen, die hatte der auf-Besuch Bruder von Merten für alle geholt.
Zu zehn Uhr ins nahe gelegene Fitness-Center wg. Salsa-Kurs, Marco (der Trainer) hat aber erst ab nächste Woche für uns Zeit, evtl. kommt Steffi dann ja auch mit, also zurück.
Gegen halb elf mit Kerstin, Alexandra und Andrea in die Stadt. Irgendwas bei ihren (A&A) Handies von gestern nochmal nachschauen lassen, telefonieren ging nicht. Es stellte sich raus, dass es an falsch eingespeicherten Nummern lag, lässt man die Vorwahl weg, dann geht’s. Danach nochmal kleiner Rundgang um den Plaza del Armas, Supermarkt (wie gestern) ist in Wirklichkeit noch etwas größer als mein erster Eindruck vom Vortag. Dann moderates Erkunden der näheren Umgebung und Besuch der Touristen-Information. Die Kirchen hatte (wg. Reinigung?) geschlossen, das berühmte Kloster von außen gesehen. Geld abgehoben und Alexandra das Geliehene zurückgegeben, nachdem ich gestern meine Karte gar nicht mit hatte. Essen bei „Bruno“, einem kleinen Italiener in einem sehr schönen zweiten Hinterhof. Rechnung getrennt war dann schließlich auch möglich („Es posible seperado?“).
Überhaupt scheinen die Hinterhöfe oftmals viel schöner zu sein, als der erste schäbige Eindruck der Häuser von der Straße aus vermuten lässt.
Auf dem Rückweg zum Plaza del Armas vorbei an Souvenier-Geschäften. Merken für die Woche vor der Rückkehr, lustige T-Shirts und Pulover oder Decken kaufen, die sehen wirklich gut aus und sind spotten billig. Rückkehr zum Haus.
Zusätzlich mit Steffi zu einem Markt (second-hand Klamotten und frische Lebensmittel), wieder mit Taxi. Am morgen hatten wir übrigens auf den Hinfahrt den gleichen Fahrer (von UAP-Taxi) ohne Lizenz wie am Vortag, und der Taxifahrer auf der Heimfahrt musste dauernd Kollegen nach dem Weg fragen. Doch zurück zum Nachmittag: Leider war dort (am Markt) schon das meiste zu und außerdem waren wir als Gruppe wohl auch noch etwas auffällig. Fußweg zum Supermarkt in der Nähe des Hauses, dort Großeinkauf (Obst, Wasser, Eis!) aus gemeinsamer Essenkasse (sehr gut, fast wie früher in meiner großen WG) und weiter zu Fuß nach Hause, vorbei am Haus von Carmen (die übrigens immer noch mit den deutschen Professoren und meiner Stefanie irgendwo in Tucna (?) kurz vor der chilenischen Grenze unterwegs ist).
Wieder zu Hause gegen drei. In Dannenberg (Deutschland) angerufen (mit der Calling-Card vom Vortag), ausgerichtet, dass ich gut angekommen bin, ein paar Worte zum Flug gestern und vorgestern. Dort nichts spannendes Neues: nächste Woche Beginn der Osterferien, … .
Karten gespielt (gut das ich die mitgenommen hatte) mit den Mädels, Rommé und schwarzer Peter. Canasta müssen wir dann demnächst mal spielen, vielleicht findet sich ja hier auch noch eine Doppelkopf-Runde. Ich denke, ab und zu mal sowas machen (die anderen fühlten sich an Sonntag nachmitag bei Oma erinnert), ist völlig in Ordnung, so als Deutscher in der Ferne.
Verabschiedung von Maika (wieder das peruanische Studenten-Komitee, diesmal zur Abholung).
Danach mein Umzug ins freigewordenen Zimmer. Meine Sachen mal gründlich ausgepackt, Bett bezogen, Blümchenbettwäsche. Die übergroßen Decken hier bekommt man übrigens dadurch wunderbar in deutsche Standard-Bezüge, in dem man sie halb faltet. Die Alpaka-Wolldecke habe ich mal großzügig beiseite gepackt, ich hatte letzte Nacht so geschwitzt, dass ich denke, ich werde drauf verzichten können. Vielleicht im Winter, aber jetzt noch nicht.
Die Kopfschmerzen von gestern – ich weiß nicht genau, ob nun die Höhe oder der fehlende Schlaf oder beides der Auslöser war – sind heute übrigens glücklicherweise komplett weg.
Jetzt ist es 18:00h, wir wollen nachher noch los. Irgendwo lecker was essen (schon dekadent die ganze Zeit irgendwo was essen, immer mit dem Taxi fahren. Hab zwar schon gefragt, bin aber mal gespannt, wie das mit Lohn und Gehalt demnächst ist. Es soll wohl 750 Sol geben, dazu eine Visa-Card. Wenn dem so ist, müsste ich eigentlich gut hinkommen können, mal sehen) und danach Tanzen. Ich hab mir mal vorgenommen, den einheimischen Bieren ein wenig näher zu kommen, vielleicht erstmal nur eine Sorte zur Zeit. Gestern vom Pisco sour (Schnaps mit Sprite) habe ich mal Abstand gehalten, wg. Jetlag („Yo tengo jetlag!“ klappt übrigens wunderbar) und so.
Draußen wird es nun gerade schlagartig dunkel. Es passt so gar nicht zum Sommerwetter tagsüber. Wenn wir in Europa es tagsüber warm haben, dann ist es eigentlich für mich als normalen Mitteleuropäer gefälligst auch abends bis gegen 22 Uhr hell. Nicht so jedoch hier. Kerstin hatte mir übrigens ihre Sonnencreme (Lichtschutzfaktor 50) vermacht, sie braucht sie nicht mehr, weil sie Ende nächster Woche davon fliegt. Es gibt übrigens sogar LSF 100 („für Bergwanderungen“).
Zurück zu Spanisch. Das klappt irgendwie ganz gut. Heute morgen im Fitness-Center habe ich den Marco gut verstanden („ich habe gerade keine Zeit, aber nächste Woche („proxima semana“) geht“), außerdem immer die zweisprachigen Durchsagen auf den Flughäfen und im Flieger, da brauchte ich dann oft die zweite durchsage auf Englisch nur noch zur Bestätigung. Sehr gut. Ok, ich muss ehrlich sein, wenn man den Kontext genau kennt, geht das auch mit der Kommunikation. Gestern abend auf der Party war’s ’ne Katastrophe, aber das schiebe ich mal frech auf meine Müdigkeit.
Fotos muss ich demnächst mal machen, ich hab gestern die Kamera vergessen gehabt und bin mir sonst auch unsicher wegen den Diebstählen. In Taxis muss man als erstes den Knopf runterdrücken und das Fenster ein gutes Stück hochkurbeln; Pass und Papiere bleiben im Prinzip immer zu hause und Geld nimmt man nur soviel lose in der Tasche mit, wie man meint, dass man’s braucht. Zu Anfang komisches Gefühl, aber man gewöhnt sich dran. Übrigens die Zahlen klappen auch schon ganz gut auf Spanisch, die Taxifahrer bezahl‘ ich inzwischen allein (als Größter mit den Mädels darf ich immer vorne sitzen), nur die Richtungen („directiones“) klappen noch nicht (außer „mas mas“, dass heißt so viel wie „weiter weiter“).
Aber Fotos kommen noch. Bestimmt. Wenn man mit mehreren und Tagsüber unterwegs ist und die Kamera nicht zu offensiv durch die Gegen trägt, müsste das eigentlich klappen.
Beim Überfliegen vom gestrigen Text ist mir aufgefallen, der ist ganz schön stichwortartig, aber das lag bestimmt nur an meiner Müdigkeit. Bestimmt. Ganz bestimmt sogar.
Jetzt ist es 18:20 und draußen ist es schon fast dunkel, ich denke mal um aller spätestens gegen sieben ist es richtig Nacht draußen.
Nochmal zum Jetlag (ich springe ganz schön, vielleicht unterwerfe ich diesen Text nochmal einer thematisch Sortierung, oder auch nicht). Mein Müde/Wach-Rhythmus passt eigentlich schon ganz gut zur Zeit hier, halt so ähnlich wie in Atlanta vor acht Jahren, nur mein Magen hat noch nicht mitbekommen, dass sich die Zeit etwas geändert hat. Aber den gewöhne ich auch noch. Übrigens Atlanta: der Agent des Department for Homeland Security am Flughafen NY fragte mich, ob dies mein erster Aufenthalt (naja, nur Transit, aber immerhin) in den USA sei, worauf ich ihm stolz sagen konnte „I’ve been to Atlanta, GA in 1999“.
Glück gehabt habe ich am Flughafen Lima. Dort der Beamte hat mir das Besuchsvisum ohne Nachfrage auf 90 Tage ausgestellt, puuh, alles andere (nämlich weniger) wäre reichlich problematisch geworden. Eigentlich wusste ich ja, dass ich das dort angeben muss, aber in dem Moment und nach dem Nachtflug hatte ich das nun gar nicht mehr im Kopf.
Ach und nochwas (mir fallen gerade 1000 Dinge ein, die ich alle so gesehen habe (mein Kopf arbeitet etwas besser als gestern, sehr gut), also muss ich jetzt davon berichten): Die Steckdose hier sind eine Kombination aus US-Amerikanischen Schlitz-Steckdose und der Möglichkeit, Euro-Stecker einzustöpseln. Die sind dann immer etwas wackelig, weil sie nur dann gut Kontakt haben, wenn sie nur halb drin stecken.
Außerdem Autos: In der Innenstadt fahren mehr gelbe Taxis als alles andere. Irgendwelche Daihatsu Kleinstwagen (in denen wir dann auch mal zu fünft + Taxifahrer unterwegs sind), private PKW sieht man in dort quasi gar nicht (einleuchtende Erklärung der anderen Deutschen: Autos hier sind so teuer). In den Vororten sieht man ich glaube als häufigstes Auto Volkswagen 1300, besser bekannt als VW Käfer. Ansonsten eine Mischung aus schon älteren Europäern, Asiaten und US-Amerikaner. Neuwagen sieht man nur sehr selten hier in Arequipa, in Lima soll es wohl teilweise auch reiche Gegenden geben (berichten Kerstin und Steffi).
Okay, also jetzt ist es fünf nach halb sieben und wirklich schon dunkel draußen. Ich werd mal wieder runter gehen und mal sehen wie’s weiter geht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s