Sonntag, 18.03.2007 (Tag 3)

Noch Samstag 17.03.2007, abends
Warten auf Dan, der uns mitnehmen soll, dann 21:30h selber ein Taxi gerufen und wieder in die Stadt, diesmal ins „Forum“, einer Bar/Restaurant mit wunderbarem Blick über die Lichter der Stadt. Die Armenviertel, oftmals ohne fließend Wasser, sehen im Dunkeln und von Ferne eigentlich sogar ganz gut aus. In der Bar lecker zu Abend gegessen, meinem Magen war vorher etwas mulmig zu Mute, aber nach Lammfilet mit Bohnen und Pommes (von denen ich noch keine soo tollen gefunden habe) und nach Cerveza Arequipeña (schmeckt sehr gut, wie deutsches Pils, nicht ganz so herb wie Becks, Jever & co., dafür leicht fruchtig, gut gekühlt sehr angenehm, oder ist es doch ein Lager?) war es dann aber deutlich besser. Dazu Karaoke und einige deutsche Musikvideos (u.a. „Olli P. – Flugzeuge im Bauch“ und „Fanta4 – Sie ist weg“. Schon fast schlimm, was man plötzlich als Deutscher im Ausland toll findet). Wir haben mehrfach Karaoke mitgesungen (u.a. „Country Roads“, „Scorpions – Wind of Change“, „Natalie Imbruglia – Torn“, „Juanes – La Camisa Negra“) und es war richtig lustig. Wortlose Bestellungen mit anheben der leeren Bierflasche mit der einen Hand bei gleichzeitigem Zeigen auf diese mit der zweiten noch freien Hand in Richtung Ober klappt übrigens auch hier ausgezeichnet. Tschaka!
Gegen Mitternacht sind wir dann eine Etage tiefer gewechselt in die zugehörige Disco. Typische lokale Musik (Na gut, muss man dann durch. Bei entsprechender (leider diesmal fehlender) Getränkeversorgung wird das auch noch.), Showprogramm (Jongleur, Seil-Akrobatin), kurzes Techno-Intermezzo (gegen 01:00h), dann Mischung aus spanischen Songs (ReggeaTon, Salsa, und eine Samba war auch mit dabei (die klappt auch schon etwas besser als in der Tanzschule in Deutschland)) und lateinamerikanischen Klängen (Africani (?) und Alcatraz). Man darf sich nur nicht zu doof dabei vorkommen, sie zu (am Anfang ungewohnter Musik) zu bewegen. Mir persönlich gefallen die lateinamerikanischen Variationen sehr gut. Ledi (eine Kollegin von Steffi) hat mir ein-zwei Tanzschritte und Bewegungen gezeigt, naja, geht schon einigermaßen. Die Unterhaltung mit ihr war etwas getrübt durch die Lautstärke dort, aber dafür, dass sie fast kein Englisch kann, hat es gut geklappt (wichtigste neue Vokabel hier: „la semana passada“). Auch die Frage-Antwort mit der Garderoben-Frau (Garderobe übrigens kostenlos, weil schon im Eintrittspreis (10 Sol) inbegriffen) lief eigenständig. Auf der Tanzfläche war ich mit einer der Größten, ich meinte zu unserer männlichen Begleitung Dan (?) (der dann später doch noch ins Forum nachgekommen war) nur „observacion optimal“, was er anstandslos verstand. Gegen halb zwei, zwei dann doch einsetzende Müdigkeit. Alexandra wollte auch los, und wir wären auch alleine schon mal vorgefahren, aber Kerstin und Steffi wollten uns nicht alleine losgehen lassen. Also sind wir dann alle gemeinsam gegangen.
Zu Hause (gegen 2:30h) dann unmittelbar zu Bett.

Am Sonntag, 18.03.2007, gegen 10 Uhr aufgestanden, nachdem ich gegen halb acht zwar schon mal wach war, aber noch nicht aufstehen wollte. Die Lösung mit der gefalteten peruanischen Decke im deutschen Bettbezug ist auch schwitzanfällig, mal sehen, wie ich da auf Dauer klar komme, vielleicht doch beides einzeln und übereinander nutzen …
Dann allgemeiner Trödeltag, Frühstücken, Abwaschen, Computer spielen, Nickerchen machen (bis gegen 15h), dann wieder los, diesmal zu einem Einkaufszentrum mit Kino.
Dort erstmal zur Fressmeile, mal man ja auch bei Burger King essen, oder? Also „Combo Nummero cinco por favore con Pepsi“ und dann die Besonderheit hier, man muss seinen Namen angeben bei der Bestellung, bei fertiger Zusammenstellung wird man dann aufgerufen. Der Einfachheit halber bin ich bei Burger King ein Pedro, noch Fragen? Ja, zum hier Essen und nicht zum Mitnehmen. Nach dem Essen durch das Zentrum. Der Hauptanteil wird von einem Geschäft mit typischem Karstadt-Angebot ausgefüllt. Es gibt Klamotten für sie und ihn, eine Kosmetik- und Drogerie-Abteilung, im Keller Elektro, Möbel, Trekking und Computer sowie Baby-Sachen. Auch die Preise hier auf knapp europäischem Niveau, also eigentlich alles wie zu Hause. Die Mädels wollten ausgiebig shoppen, wonach mir nun so gar nicht der Sinn stand, also zu den Waschmaschinen (wir haben im Haus keine) und die Markt-Lage auskundschaften. Ergebnis: Die Billigteile sind entweder halbautomatisch (mit Schleuder extra) oder brauchen einen Warmwasser-Anschluss, wobei, so richtig billig ist 799 Sol und aufwärts (etwa 200 EU) auch nicht. Und richtig gute Geräte, die „normalen“ deutschen Waschmaschinen entsprechen, da ist man dann mal so ab 2000 bis 4000 Sol dabei. Also bleiben wir im Haus wohl erstmal bei der „zwei Waschbecken im Innenhof“-Lösung.
Außerdem noch im Zentrum: Ein Faber-Castell-Fachgeschäft (die nur und ausschließlich das Sortiment der genannten Firma führen, ich frag mich, wie die sich hier halten können), zwei Drogerien, zwei kleine Elektrogeschäfte und noch zwei andere Geschäfte, deren Sortiment und Name mir aber gerade entfallen ist.
Schließlich gegen 18.00 Uhr zum Kino, Karten hatten wir schon ganz zu Anfang gekauft. Vor dem Film noch schnell Getränke geholt („Coca Cola mediava sin hielo por favore“) und dann Lyrics&Music gesehen, englisch mit spanischen Untertiteln. Außerdem Vorschau auf „Simpsons – Der Film“ sowie noch einige andere lustige Filme für „demnächst“ mitbekommen. Bei einem Eintritt von 10 Sol (2,50 EU) kann man das sehr gut ab und zu mal nutzen. Der Film war dann auch ganz lustig. Die meisten Filme hier laufen Original mit Untertitel, außer Kinderfilme, die sind synchronisiert. Entsprechend groß war meine Freude, die Simpsons-Vorschau auf englisch zu sehen.
Gegen 20:00 Uhr dann Ende und mit dem Taxi zurück zum Haus.

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