Samstag, 24. März 2007 (Tag 9)

Freitag, 23. März 2007 (Tag 8),
Rundgang um den UAP-Campus, Fotos gemacht, diese auch gleich gepostet. Nachmittags nochmal mit den Mädels einkaufen, Siesta, Abends Nancies Junggesellinnen-Abschiedsparty. Wieder mal Nudelsalat (irgendwie ess ich den hier schon mehr als zu Hause … ) und belegte Brötchen.
Junggesellenabschied verläuft in Peru übrigens so, dass so gegen 22 Uhr das angehende Paar wieder zusammenkommt. Dem war dann auch so, halb 11 war das Haus voller Kumpels von Juan, die meisten Mitarbeiter von Autodema. Ein Schwung von denen spricht auch brauchbares Englisch, die anderen kann man zumindest dann verstehen, wenn sie nicht zu schnell reden. Einer von denen hat einen Tante in Essen und war schon zwei mal in USA zum Arbeiten.
Interessantes Gespräch mit einem Studenten, der jede Nacht an einer Hotelrezeption arbeitet, um sich sein Studium zu finanzieren und der meinte, man müsse mal Billard oder Tisch-Fussball spielen. Mal sehen, wie ernst ihm diese Zusage war.
Ende gegen 01:00 Uhr.

Samstag, 24. März 2007 (Tag 9)
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Allgemeiner Trödeltag (trotzdem morgens um 8 von alleine aufgewacht). Wäschewaschen, das heißt, die Wäsche auf der Terrasse in einem der zwei Waschbecken zum Einweichen legen, immer mal wieder Wasser aus dem Wasserkocher in der Küche nachgießen, Waschmittel (oder wie ich versehentlich, Bleiche) hinzufügen, gut umrühren, durchstampfen (mit den Fäusten), ganz kritische Stellen mit einer Bürste oder einem Waschstein bearbeiten, und schließlich gut ausspülen. Spaghetti zum Mittag (die hat man sich nach so einem Vormittagsprogramm auch verdient), Siesta.
Steffi und Kerstin haben schließlich ihren Abflug, um fünf geht der Flieger. Das artet dann darin aus, dass die beiden ab halb 2 Uhr nachmittags in der Stube auf gepackten Koffern sitzen und nichts mehr mit sich anzufangen wissen. Mal sehen, wie das bei uns dann sein wird. Schließlich rückt wieder das vierköpfiger peruanische Abholkomando an, allerdings ohne Mauricio, der ist samt Auto anderweitig unterwegs. Außerdem taucht noch Dan auf, der auch beim Verabschieden unbedingt dabei sein muss. Von den gerufenen zwei großen Taxis erscheint eines. Alle vier deutschen Mädels quetschen sich schließlich irgendwie samt Gepäck da rein, das hat bestimmt ’ne halbe Stunde gedauert – zumindest meinen Tee habe ich in der Zeit locker geschafft (inkl. Zubereitung). Schließlich muss dann auch noch seinen Bruder aufspüren, um mit dem gemeinsam zum Flughafen zu fahren. Das Peru-Komitee hat sich ein eigenes Taxi genommen, zumindest sind dann irgendwann tatsächlich alle weg und es herscht eine gewisse Ruhe im Haus.
Wir trödeln noch ein wenig rum und schließlich fahren Steffi und ich ins Kino. Auf der Taxifahrt ist in der Stadt der Bär los, wir fragen den Taxifahrer und erfahren, dass gerade ein Fussballspiel (Peru Nationalauswahl gegen Arequipa) zu Ende gegangen ist. Ich bin vom allgemeinen Chaos begeistert und wir kommen beim Kino an (mal wieder unfallfrei).
Auf dem Weg zum Kino (und auch zu IncAlpaca, wenn man richtig fährt) kommt man durch ein sehr schönes Wohngebiet mit Alleen und Häusern im Kolonial-Stil. Da muss ich mit Steffi mal irgendwann in Ruhe spazieren gehen und ein paar Bilder machen.
Im Kinocenter schließlich dann das Problem der Film-Auswahl. Dadurch, dass ich mit den Mädels letztes Wochenende schon „Lyrics&Music“ gesehen hatte, entschlossen wir uns nach einigem Hin und Her dann für „The Upside of Anger“.
Zum Zeitvertreib und allgemeiner Aufheiterug einmal Rundgang durchs Einkaufszentrum. Möbel beruhigen. Dann noch was Essen. Diesmal peruanische Burger in der Fressmeile. Eine gute Wahl. Zum einen helfen sie gegen Sodbrennen (mir zumindest diesmal), zum anderen schmecken sie richtig gut. Herzhaft gewürzt, mit reichlich Kräutern, frischen Zwiebeln (der eine) und reichlich leckerem Senf (der andere). Ja, der eine Burger war dann doch etwas knapp (war ja auch nur ein Junior-Burger, und ich hatte eine mitessende Helferin).
Der Film: zwar tendenziell ein Frauenfilm (Liebesdrama: Die Geschichte einer verlassenen Frau mit vier Töchtern, ihren Alkoholproblemen und den Avoncen eines ehemaligen Baseball-Stars und jetzigen Radiomoderatoren), ernstes Thema mit einigen schönen Lachern. Prädikat: Es gibt schlechtere Unterhaltung.
Wieder mit dem Taxi nach Hause. So langsam bekomme ich ein Gefühl für die Innenstadt. Die Straßen haben je nach Richtung aus der man kommt, teilweise unterschiedliche Steigung. Wenn man aus der Innenstadt in westlicher (?) Richtung zu uns nach Hause fährt, muss man eine leichte Steigung über mehrere Straßenzüge bewältigen. Wenn man vom Plasa de Armas nach Süden (?) fährt, geht’s stark bergab. In den Gegenrichtungen dann jeweils umgekehrt und irgendwann erkennt man auch bestimmte Häuser, Brunnen und Grünflächen wieder. Noch zwei Wochen, und ich kenne die Straßen beim Namen. Die Dolores ist übrigens die Straße, welche man nehmen muss, wenn man von uns aus in die Innenstadt will.
Abends zu Hause dann hatte alle außer mir Internet am Esstisch. Offenes WLAN von irgendwoher, alle außer Peter, den der hat nur eine WLAN-Karte mit lausiger Antenne …

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