Samstag, 07. April (Tag 23)

Samstag, 07. April 2007 (Tag 23),
heute ist ein ruhiger Tag. Es ist Samstag, es ist nichts zu tun, es klingelt kein Wecker, es ist Zeit zum Ausschlafen. Frühstücken kann man auch erst um zehn, insbesondere, wenn man den Vorabend noch auf unserer Waschterrasse bei einem Gläschen Wodka-Cola hat ausklingen lassen. Danach gehen wir im Entenmarsch einkaufen. Wir, das sind heute Mario, Stefan, Andrea, Alexandra, Steffi und ich. Die Peruaner (das A-Team) wollen für uns bei uns kochen und wir müssen auch noch einkaufen. Wir wollen uns aber demnächst entsprechend revanchieren und mal für sie kochen (also bei ihnen und sie müssen einkaufen …). Seit über zwei Stunden sind sie jetzt schon in der Küche am Werkeln.
So bleibt mir heute mal Zeit Dinge zu besprechen, die noch so liegengeblieben sind.
Schuhe zum Beispiel. Steffi und ich haben uns vor Reiseantritt neue Wanderschuhe angeschafft und diese haben und die letzten beiden Tage wirklich sehr gute Dienste geleistet. Es sind hohe Wanderschuhe bis über den Knöchel, solides Profil, wasserdicht und atmungsaktiv. Damit waren die spitzen Steine, die matschigen Wege am Wasser und die bergauf und -ab Strecken wirklich gut zu meistern. Einen klitze-kleinen Nachteil hat allerdings die Tatsache, dass sie Wasserdicht sind. Ist erst einmal Wasser im Schuh, kommt es von alleine auch nicht wieder raus. Aber mit Schuhen an durchwanderte sich der Gebirgsbach einfach besser als barfuß.
Vorhin waren wir einkaufen und ich war auch der Suche nach was Schönem zu trinken. Was ist denn was Schönes? Nun, erstmal etwas ohne Zucker zur Abwechslung mal. Hier in Peru scheinen grundsätzlich und immer alle Getränke gezuckert zu sein. Saft, Mischgetränke, Schorlen, Alles. Und Apfelschorle gibt es überhaupt nicht zu kaufen. Gut, die Diätsäfte sind nicht ganz so dolle süß, aber am besten mischt man sich hier alles nochmal eins zu eins mit Wasser. Und wie gut oder nicht das für die Zähne ist, darüber reden wir mal besser nicht.
Dinge die es hier außerdem auch nicht gibt: Pfefferminzbonbons, auch unter dem Namen Fischermen’s Friend bekannt. Wenn überhaupt, dann nur Kaugummis. Da hatte ich neulich übrigens einen Fehlgriff gemacht und an einem Kiosk in der Nähe von IncAlpaca welche erhalten, die schon zwei Monate abgelaufen waren und entsprechend wenig für frischen Atem sorgten. Die heute erworbenen Kaugummis sind immerhin sogar zuckerfrei (was ich eben völlig überrascht feststellte).
Den Einkauf haben wir heute übrigens mal im Taxi zurückgeschafft. Wenn sechs Leute privat und allgemein einkaufen, dann kommt schon einiges zusammen und dann kann man auch noch 2 Sol in ein Taxi investieren (nein, heute erklär ich nicht, was das in Euro ist. Wer’s mir als erstes als Kommentar postet, darf sich ’ne Runde freuen).
Außerdem kamen heute endlich auch die Plastikflaschen-Leute. Die Mädels aus der ursprünglichen Besetzung hier hatten uns das Phänomen schon mal erläutert, heute war es dann soweit. Es fährt ein Mitsubishi-Minibus durch die Straßen, der Fahrer macht ständig durchsagen „la porta verde por favore“. Wir (Mario, Stefan und ich) sitzen gerade zufällig vor dem Haus, als der Wagen vorüberzieht und hinten drin liegen bergeweise Plastikflaschen in grünen Müllbeuteln. Geistesgegenwärtig springe ich auf, halte den Wagen mit Winken und einem Olá an und wir sind endlich unsere zwei riesen Müllbeutel mit Plastikflaschen bei uns in der Küche los. Tschaka!

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