Samstag, 28. April (Tag 44)

Samstag, 28. April 2007 (Tag 44),
Heute wollen wir den Ausverkauf bei mir in der Firma ausnutzen. Wir frühstücken spät, es ist Wochenende. Nach einer Runde Wäsche geht es gegen Mittag los. Alexandra, Steffi und ich fahren erst einmal mit dem Taxi in die Innenstadt. Wir erkundigen uns am Plaza de Armas nach einem Internetanschluss, müssen aber nochmal wiederkommen, da die Recherche der Möglichkeiten die Angestellte eine halbe Stunde ihrer kostbaren Zeit in Anspruch nimmt. Wir verlassen die Telefonica-Filiale und nutzen die Zeit, um uns ein Softeis zu gönnen, im RadioCheck eine Verteilersteckdose und einen USB-Ziffernblock einzukaufen und im Gitarrenladen ein Plektron zu erwerben. Das Eis hatten Steffi und ich, alles andere war für Alexandra.
Den RadioCheck zu finden war übrigens ein halbes Drama, weil wir nicht so genau wussten, wo der nun eigentlich ist, und uns die meisten Einheimischen nicht verstanden, wenn wir den Namen des Ladens auf verschiedenste Weise aussprachen. Zum einen war da der etwas komische Taxifahrer, der meinte, die Inkas wären ja bis zum acht Meter große Menschen gewesen. Auf unsere Nachfrage hin korrigierte er das zwar auf vier Meter, aber auch sonst war er ein etwas komischer alter Mann und wir verließen das Taxi am Plaza de Armas, erfreut ihm nun entgangen zu sein. Die Frau im Telefonica-Laden wusste uns auch nicht zu helfen und so fragten wir in der Touristen-Information (irgendwofür müssen die ja gut sein) nach. Auf unsere Nachfrage nach Raaaaahdio-Check / -Scheque / -Checke (mit jeweils deutschen/spanischem „a“ in Radio) entgegnete die junge Dame nur, Räjdio-Check (mit amerikanischem „a“) wäre doch gleich da drüben.
Zumindest haben wir dann all unsere Besorgungen durch und wir kommen wieder im Telefonica-Laden an. Der Verdacht einer gewissen technischen Inkompetenz der Verkäuferin bestätigte sich spätens jetzt, als sie uns zwar irgendwelche Preise (für „Speedy 200-1000“), aber keine Einheiten oder Volumendetails nennen konnte, wir könnten aber in einer Stunde nochmal wiederkommen, da wäre dann auch der Kollege (mit Ahnung Anm. des Autors) da. Wir bedanken uns artig und verlassen das Geschäft. Wieder auf dem Plaza überkommt mich der Hunger, das Frühstück ist ja auch schon etwas her und wir finden einen schönen Burger-Laden („Johnny Cojote“) gleich auf der Ecke des Platzes. Es gibt vernünftige Portionen mit vernünftigen Pommes zu vernünftigen Preisen.
Wohl gesättigt besteigen wir ein Taxi und fahren zu Incalpaca. Die Verkaufsräumlichkeiten (ein Zelt aufgestellt auf einem Basketballfeld) kenne ich ja schon, aber diesmal wird nicht nur geschaut sondern auch eingekauft. Zwischenzeitlich immer mal wieder die Zustimmung oder Beratung der anderen eingeholt („sieht das auch wirklich gut aus?“ – „nimm ’ne Nummer kleiner“) und dann noch auf das zusammen mitgenommene Geld geschaut und dann nach über einer Stunde und jeder mit drei Teilen (ca 140 Sol gesamt pro Nase) wieder raus. Meinen Fotoscheck (mein Betriebsausweis mit Foto) hatte ich mitgenommen, es gibt also auch noch 10% Rabat.
Zu Hause erstmal einen Kaffee und dann einkaufen im El Kosto. Abends kocht Steffi ein Abendbrot, nach einem Kürbisrezept bereitet sie eine ganz ähnlich aussehende Feldfrucht zu. Noch später am Abend sind wir (wer jetzt wissen will, in welcher Besetzung, schaut bei letzter Woche nach), wie schon letzte Woche im Dady’o am Plaza de Armas. Wir werden diesmal ganz ohne Eintritt zu zahlen durchgewunken, außerdem verzichten wir heute auf Karaoke. Oben spielt ab halb eins eine Liveband, sie covern Beatles, Pink Floyd und noch einiges mehr, vorher kickern wir ’ne ganze Weile, auch wenn dies erst bedeutete, die Widerstand einer einzelnen Dame diesbezüglich zu brechen.

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