Samstag, 02. Juni (Tag 79)

Samstag, 02. Juni 2007 (Tag 79),
Der Wecker klingelt um viertel vor sieben, duschen, frühstücken (es gibt heute wieder Milch, dafür statt frisch gepresstem O-Saft Papaya-Saft), Sachen packen, bezahlen und raus aus der Herberge, ein Taxi zum Terminal nehmen. Das gestaltet sich problematisch, denn für den heutigen Tag ist eine Prozession den ganzen Prado herunter angesagt, diesen kann man nur als Fußgänger queren, nicht aber mit einem Taxi. Um dieses zu realisieren brauchen wir den Fußweg mit Gepäck die gleiche Strecke einmal bergab und bergauf (in der Reihenfolge) bis wir ein Taxi auf der falschen Seite finden, dessen Fahrer uns aber über den Sachverhalt aufklärt, so dass wir uns abermals bergab und über den Prado begeben können, um uns auf der anderen Seite ein neues Taxi zu suchen. Klingt nicht sonderlich spannend, aber wir haben einen gewissen Zeitdruck. Laut Busticket sollen wir um 08:15 Uhr am Terminal sein, bis wir endlich ein Taxi haben ist es bereits so spät. Und mit diesem Taxi dauert es dann auch nochmal zehn Minuten, bis wir endlich am Busbahnhof sind. Der Prado, die Hauptstraße der Stadt, ist gesperrt für den Umzug und so ist in der ganzen Stadt ein mittleres Verkehrschaos ausgebrochen.
Glücklicherweise sind auch in Bolivien die Abfahrtszeiten als Richtwerte zu verstehen. Unser Bus fährt erst um zehn nach halb neun ab, wir sitzen zu diesem Zeitpunkt bereits eine Viertelstunde in selbigem. Der Bus ist ein Schlafbus, mit Sitzen wie Fernsehsesseln und einer traumhaften Beinfreiheit.
Wir zuckeln aus der Stadt heraus, erstmal die Serpentinen hinauf, dann durch einen Polizeikontrolle. Auf der Fahrt füllen wir einen Zettel über Zollbestimmungen aus und erreichen nach drei Stunden die Grenze, die Formalitäten hier gehen unproblematisch über die Bühne. Damit haben wir den eigentlichen Zweck unserer Reise erfüllt, wir erhalten ein neues, abermals 90tägiges Touristen-Visum für Peru. Wir verstellen abermals unsere Uhren um eine Stunde und nach weiteren zwei Stunden sind wir wieder in Puno.
Im Terminal essen wir zu Mittag, nachdem das Buchen des Anschlussbusses durch den Busfahrer nach einem ziemlichen Chaos auch noch geklappt hat. Außerdem gibt es hier auch einen Geldautomaten.
Die Weiterfahrt verläuft wieder entspannt, der Bus ist auch noch relativ leer, bis Juliaca. Dann steigen erst Horden von Verkäuferinnen ein. Sie versuchen Zahnbürsten und Kämme, Felle, Pudding, Brot und sonst noch was an den Mann zu bringen. Dann kommt irgendwann ein Mitarbeiter von der Busfirma und scheucht alle wieder raus. Es steigen weitere Fahrgäste zu und der Bus ist bis auf den letzten Platz voll. Auf der Weiterfahrt steigen hin und wieder in den Dörfern auf der Strecke einzelne Leute zu und wieder aus. Auch ein Bonbonverkäufer ist wieder mit dabei, diesmal kennen wir das Schauspiel aber schon und verzichten mit einem freundlichen aber bestimmten „¡Por favor, no!
Nach Stunden der Fahrt kommen wir dann abends um 19:15 Uhr statt der geplanten 18:30 Uhr in Arequipa an. Taxi nach Hause, nochmal schnell einkaufen gehen und dann Abendbrot essen. Ich fühle mich ein wenig unwohl, habe leichte Kopfschmerzen und mir ist ein wenig schwindelig. Nach dem Abendessen gehe ich früh ins Bett und am nächsten Tag sind die Probleme wieder weg.

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