Montag, 02. Juli (Tag 109)

Montag, 02. Juli 2007 (Tag 109),
die Nacht über ging es mir gar nicht gut, ich habe, zumindest fühlte es sich so an, mehr Zeit auf dem Klo als im Bett verbracht. Um halb elf stehe ich dann aber doch auf, nach Tee und trocken Brötchen geht es so einiger Maßen. Wir fahren wieder zum Terminal, um den Stand der Dinge in Erfahrung zu bringen. Die Blocke soll wohl bis zum Abend beendet sein, wir kaufen frohen Mutes Busfahrkarten.
Danach besichtigen wir noch eine Markthalle und machen außerdem einen Fußballplatz ausfindig. Zur Erklärung: Vor gut einem halben Jahr hatten wir noch in Deutschland eine Reportage über Fußball-spielende Inkafrauen in Cusco gesehen. Nun sind wir selber hier.
Zum Mittagessen geht es wieder in die Innenstadt. Eigentlich wollen wir zu Fuß gehen, aber ich bin noch nicht wieder ganz fit, wir nehmen ein Taxi. Nach einer Suppe habe ich vom Essen genug, ich nehme alleine ein Taxi nach Hause und verschlafe den restlichen Nachmittag, bis gegen fünf die anderen zwei von einer Stadtrundfahrt wiederkommen.
Wir packen unsere Sachen, bezahlen das Hostal und kommen um halb acht am Terminal an. Unser Bus soll eigentlich um halb neun abfahren. Nun erfahren wir, dass die Blockade immer noch besteht, mindestens noch drei Tage. Erst heißt es, der Bus fährt gar nicht, später dann, auf einer Alternativ-Route. So kommt es schließlich für uns auch, wir besteigen einen anderen Bus, wenige Komfort, dafür mehr Bodenfreiheit. Es geht gegen neun Uhr los. Alternativ-Route, das heißt, statt in knapp acht Stunden über asphaltierte Straßen von Cusco nach Arequipa zu gelangen, nun über unbefestigte Wüstenpisten in gut zwölf Stunden zum Ziel zu kommen. Um neun Uhr geht es los, um halb eins stecken wir das erste Mal fest. An an einer Haarnadelkurve haben wir Gegenverkehr, wir müssen an einem Sattelschlepper vorbeimanövrieren. Es geht gut eine halbe Stunde im Dezimeterbereich vor uns zurück, dann haben wir diese Engstelle überwunden. Es wird kalt draußen. Richtig kalt. Und drinnen auch. Der Bus hat zwar Bodenfreiheit aber keine Heizung. Dafür klapperige Fenster, die nicht richtig zu gehen und auf denen sich Eisblumen bilden. Immer wieder halten wir in winzigen Dörfern, irgendwann zwischendurch werden irgendwelche Reparaturmaßnahmen am Bus vorgenommen. Schlafen findet in Etappen statt, solange der Bus fährt gelingt dies einigermaßen. Gegen sechs Uhr erreichen wir schließlich wieder gut ausgebaute Wege, um neun Uhr dann Ankunft am Zielort.

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