Lob auf den Support

Da stand ich nun also mit meiner sonderbaren Onboard-Netzwerkkarte, vielmehr, einer Netzwerkkarte mit sonderbarer MAC-Adresse, Auf zu HP, dem Hersteller, ihm das Ganze mal schildern.

Im Support-Forum kam letzlich auch nur heraus, dass ich mich direkt an den HP-Support wenden soll, damit die sich um das Problem kümmern. Selber ändern kann man die MAC-Adresse offiziell nicht.

Um den Support zu kontaktieren braucht man aber die Modell- und Seriennummer des Computers. Nur, was würde der Support sagen? Ich hatte das Board ja nur geschenkt bekommen, keine Rechnung, kein original HP-Computer in die Runde.

Zum Glück war die Seriennummer im BIOS hinterlegt. Die Modellnummer ließ sich im Internet auffinden. Also auf zum Support.

Immer, wenn ich mal an meinem Computer sitze, ist bereits Feierabend, den deutschen HP-Support erreiche ich demzufolge eher schlecht. Des Englischen allerdings einigermaßen mächtig, wandte ich mich an den US-Support, die sind immerhin abends um zehn noch erreichbar.

Der Support bei HP ist als Chat gelöst. Eine spannende Sache. Es funktioniert im Browser und man textet direkt mit einem kompetenten Gegenüber. Der (hieß er John?) teilte mir mit, auf den Rechner sei auf jeden Fall noch Garantie, ich könne mich auch an den Premium-Support wenden, er würde sich aber auch meines Problems annehmen können.

Also schilderte ich ihm erstmal von der MAC-Adresse meines Mainboards, welche aus unerklärlichen Gründen 00:00:00:00:00:00 lautete. Ich fragte ihn, ob man das ändern kann. Das geht nicht, allerdings wäre das wohl dann ein Defekt, er könnte mir unmittelbar einen Techniker vorbeischicken. Dies war dann der Punkt, an dem ich leider nicht in der USA wohnte. Ich bedankte mich artig und konnte es gar nicht erwartet, am nächsten Tag den deutschen Support zu kontaktieren.

Dem hab ich dann nochmal alles geschildert, wir kamen zu dem gleichen Schluss und am nächsten Werktag (leider war noch ein Wochenende zwischen dem Freitag des Support-Kontakts und dem Montag als nächsten Werktag) kam der Techniker, nahm das alte Mainboard in Empfang, gab mir ein neues und gut. Keine Unterschrift, keine Rechnung vorzeigen. Und das das Mainboard schon ausgebaut war und er den Rechner gar nicht zu Gesicht bekommen hat, störte ihn auch nicht.

Das neue Mainboard also eingebaut, alles wieder ungestöpselt und … tada! … eine vernünftige MAC-Adresse.

Übrigens, wer sich immer schon, wie ich auch, gefragt hat, aus welchem Bereich die MAC-Adresse für einen BroadCom-Chip auf dem Board eines HP-Rechners ist, dem sei gesagt, sie ist aus dem Bereich des Boardherstellers MSI.

Und noch ein „Übrigens“, jetzt geht die Festplatte auch am ersten SATA-Anschluss. 😉

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2 Gedanken zu “Lob auf den Support

  1. LeSpocky Donnerstag, 5. Juni 2008 / 14:46

    Klingt dann wohl eindeutig nach Hardware-Defekt. Tut sich die nächste Frage auf: wer verschenkt defekte Hardware? 😛

  2. Peter Donnerstag, 5. Juni 2008 / 14:57

    Der Witz ist, der Windowstreiber murrt nicht und gibt sich auch mit den vielen Nullen zufrieden.

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