Kennesaw Mountain

Sonnabend: Nach einem sehr guten Frühstück in einem Five Star Day Café geht es zurück nach Atlanta, genauer, nach Marietta. Wir können hier bei Joshs Mutter für die knappe Woche im Poolhaus wohnen. Das Wetter soll schlechter werden im Laufe des Tages und für den Rest des Wochenendes, also werden wir sofort in Richtung Kennesaw Mountain geschickt, damit der uns auch ja nicht entgeht.

Kennesaw Mountain () ist ein kleiner Berg zwischen Kennesaw und Marietta. Mit einer Höhe von 551m ist er die höchste Erhebung im Großraum Atlanta. Von seiner Spitze hat man (bei gutem Wetter) einen guten Rundumblick über die ganze Gegend und Landschaft. Der Aufstieg ist etwas 200m vom Parkplatz aus. Der Berg war (aufgrund seiner strategischen Bedeutung) auch der Ort an dem die entscheidende Bürgerkriegsschlacht um Atlanta stattgefunden hat. Doch dazu später mehr. Wer fahren also mit dem Auto zum Parkplatz am Fuße des Berges (in etwa so, wie man nach Spranz fährt um auf den Hohen Mechtien zu wandern). Der steile Aufstieg ist aufgrund eines leichten Nieselregens sehr angenehm. Dieser vernieselt uns dann leider die Aussicht aufs Umland. Also wieder Abstieg.

Am Fuße des Berges gibt es noch ein kleines Museum. Das hatten wir bei meinem letzten Besuch ausgelassen, also nutzten wir die Gelegenheit.


Die Ausstellung beginnt mit den Positionen der Nord- und Südstaaten (Bild 1 + 2). Danach wird auf einzelnen Tafeln der Fortgang der Ereignisse rund um Atlanta dokumentiert (Bild 4). Bei den Nordstanden fand sich ein spannendes Geschichtszeugnis, ein Aufruf, sich zum Militär zu melden, auf Deutsch. Die Wisconsin Volunteers suchen neue Rekruten, man kann sich in Milwaukee zur Arme einschreiben. Da es zu dieser Zeit in Wisconsin sehr viel deutschstämmige Bevölkerung gab, machte es durchaus Sinn, die Werbung auch auf deutsch zu verfassen.
Wie viele Besucher wohl dieses Geschichtsdetail entdecken? Ein Hinweisschild gab’s nicht. Später habe ich das Plakat auf der Suche nach Hintergründen auch noch in einem Buch gefunden.

Zurück zur Unterkunft. Mutig eröffnen wir die Pool-Saison, die Gastgeberin serviert gekühltes Bier, es gibt Nachos mit selbstgemachter Hackfleisch Salsa. Zum Abendessen leckeren Rinderbraten mit Gemüse (das erste Mal seit über einer Woche was richtig gekochtes und kein Restaurant-Essen). Danach fahren wir noch Ron und Angies Abschiedsparty. Sie wohnen in einem Wohnkomplex mit bewachter Zufahrt. Es gibt (so man möchte) viel zu trinken und zu essen und ist insgesamt deutlich gehobener als am Abend zuvor. Erinnert mich etwas an O.C. California.

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